[Rezension] Der Atem des Rippers- Martin Clauß

Rezension zu Der Atem des Rippers- Martin Clauß


Titel: Der Atem des Rippers
Autor: Martin Clauß
Verlag: Atlantis Verlag
ISBN-13: 978-3936742909
Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 110
Preis: 6,90

Kurz vor dem Sterben offenbart ein Priester auf seinem Sterbebett die Identität des berüchtigten Frauenmörders, Jack the Ripper. Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort, findet ein Mann, Walter Sickert, ein Buch eines mysteriösen Mannes. Zurückgezogen in seinem kleinen gemieteten Zimmer beginnt er es zu lesen, doch das was er dort liest lässt ihn das Blut in den Adern gefrieren. Ohne Zweifel ist dies das Tagebuch des Rippers höchstpersönlich. Ohne Umschweife beschreibt dieser seine Taten und auch seine Beweggründe.
Zurückversetzt in eine andere Zeit, muss er erfahren, dass es sich bei dem
geheimnisvollen Mörder um einen Geistlichen handelt, um Alan Spareborne.

Seit Jahren rätselt die Menschheit über die Identität von Jack the Ripper. In
seinem Kriminalroman äußert Martin Clauß eine interessante Theorie dazu.
Ineinander verschachtelt schildert er verschiedene Handlungsstränge, die alle
zusammen laufen und auch eine Auflösung parat halten. Der Mörder wird als
komplexe Person dargestellt, dessen Beweggründe in der Religion liegen. Ich fand
es schon immer interessant, direkt aus der Sicht des Verbrechers zu lesen und
somit in seine „Seele“ hineinschauen zu können. Beim Protagonisten gelingt es
dem Autor seine Entwicklung glaubwürdig und auch authentisch rüberzubringen,
da dieser sich nach und nach immer weiter in seinen religiösen Wahn steigert.
Soweit ich das beurteilen kann, ist das Buch sehr gut recherchiert. Der Autor hält
sich an die historischen Fakten und schafft es dabei seine eigenen Ideen gekonnt
einfließen zu lassen. Die Sprache im Buch ist auf einem eher anspruchsvollerem
Niveau, dennoch ist es leicht zu lesen, nicht zuletzt weil es nur wenige Seiten hat,
was die Leselust nicht im Geringsten mindert. Die Spannung baut sich bereits auf
den ersten paar Seiten auf und Martin Clauß schafft es trotz der bereits erwähnten
wenigen Seiten eine wirklich düstere Atmosphäre zu erschaffen, mitunter auch
wegen den teilweise grausamen, aber treffenden Beschreibungen der Morde.  Eine
wirklich gelungene neue Interpretation des „Ripper-Themas“.

♣♣♣ [5/5]

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~ von svardy - 22/02/2011.

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